Lisa Waschkewitsch, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Institut für Soziologie und Demographie
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
  • Ulmenstraße 69 / Haus 1 / Raum 040
  • D-18057 Rostock

Die Sprechzeit findet aktuell nach Absprache per Telefon oder Zoom-Videokonferenz statt. Bitte melden Sie sich vorab per Telefon oder Mail um einen Termin zu vereinbaren.

 

Werdegang
  • seit 03/2020
    • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Demographie, Universität Rostock
  • 09/2019 - 02/2020
    • Promotionsstipendiatin der Landesgraduiertenförderung Mecklenburg-Vorpommern mit der Arbeit zu „Schwangerschaft mit Verlust - Soziologische Perspektiven auf Fehl-, Totgeburt und Neugeborenentod.“, betreut von Prof. Dr. Heike Trappe, Universität Rostock und Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 2018
    • Elternzeit
  • 2014 - 2019
    • Pädagogische Mitarbeiterin und Bildungsreferentin im Bereich der politischen Bildungsarbeit und aufsuchenden Jugendarbeit, Soziale Bildung e.V., Rostock
  • 10/2013 - 09/2015
    • M.A. Soziologie, Universität Rostock
    • Masterthesis: "Der gescheiterte Raum? Zur Wirkung des Bundesprogramms 'Die Soziale Stadt' mittels eines empirischen Beispiels.", betreut von Prof. Dr. Matthias Junge und Dr. Anja Schwertfeger, Universität Rostock
  • 10/2009 - 09/2012
    • B.A. Soziologie und Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Universität Hamburg
    • Bachelorthesis: „Fußball-Chaoten!? Soziologische Analyse der Gewalt in der deutschen Ultra-Fankultur.“, betreut von Prof. Dr. Sebastian Scheerer und Dr. Nils Zurawski, Universität Hamburg
Forschung zu "Schwangerschaft mit Verlust"

Für meine Forschung suche ich Gesprächspartnerinnen, die mir ihre Geschichte erzählen und von ihren Erfahrungen mit ihrem Schwangerschaftsverlust (Fehl-, Totgeburt, Neugeborenentod) berichten. Die Gespräche werden vertraulich behandelt und im Zuge meiner weiteren Forschungsarbeit anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse mehr dazu möglich sind, mit wem ich gesprochen habe. Ein Gespräch umfasst die Dauer von etwa einer bis zwei Stunden. Es ist möglich, dass unser Gespräch in den Räumlichkeiten der Universität stattfindet oder aber an einer von der Gesprächspartnerin selbst gewähltem Ort, wie etwa das eigene zu Hause. Auf Grund der geltenden Beschränkungen durch die Covid19-Pandemie ist es ebenso möglich, ein Gespräch digital in Form eines Videotelefonats (z.B. per Zoom) zu führen. Für jeden Kontakt und jede Vermittlung bin ich sehr dankbar! Nutzen Sie gerne die Mailadresse oder Telefonnummer, um mit mir in Kontakt zu treten.

 

Im Rahmen meiner Promotion untersuche ich die Erfahrungen von Frauen mit Fehl-, Totgeburt und Neugeborenentod - von mir zusammenfassend als Schwangerschaftsverlust bezeichnet. Schwangerschaften gelten im gesellschaftlichen Diskurs als besondere und natürlich(st)e Umbruchphase im Leben von Frauen. Ausgangspunkt der Forschung bildet die Annahme von Schwangerschaften als körperlich-leiblich vermittelten Statuspassagen innerhalb weiblicher Biographien: Schwangerschaften stellen eine Übergangsphase dar, in der sich Frauen ihr Schwanger-Sein mittels Körperwissen und Leiberleben konkretisieren und sich die Rolle des Mutter-Werdens bereits in der Schwangerschaft einverleiben. Ein glückloser Ausgang einer Schwangerschaft – durch Fehl- und Totgeburt oder Tod des Neugeborenen während oder unmittelbar nach der Geburt – ist ein gesellschaftlich, wie auch wissenschaftlich, häufig nicht-thematisiertes Szenario. Das Dissertationsprojekt setzt an dieser Leerstelle an und fragt, welchen Umgang die betroffenen Frauen mit dem (vorzeitigen) Ende von Schwangerschaft, Kinderwunsch und Mutterschaft finden. Es umspannt einen Fragenkomplex zu den Handlungsstrategien, Umdeutungen des eigenen (Frauen- und Mutter-)Rollenverständnisses und Neuausrichtungen der Lebensführung, die betroffene Frauen nach einem Schwangerschaftsverlust auszuhandeln gezwungen sind.

Die Dissertation wird betreut von Prof. Dr. Heike Trappe, Universität Rostock und Paula-Irene Villa Braslavsky, Ludwig-Maximilians-Universität München.

Forschungsschwerpunkte
  • Gender Studies
  • Soziologie des Körpers
  • Schwangerschaft und Schwangerschaftsverlust
  • Gewalt, Soziale Kontrolle & Surveillance
Mitgliedschaften
  • Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)