Rostock Lichtenhagen: 1992-2017

Im August 1992 brannte in Rostock Lichtenhagen die Unterkunft der vietnamesischen Vertragsarbeitnehmer. Vorausgegangen waren tagelange Ausschreitungen und Gewaltexzesse unter Beteiligung von Anwohnerinnen und Anwohnern. "Rostock Lichtenhagen" ist ein Symbol für den gewaltbereiten Rechtsextremismus geworden und die Universitäts- und Hansestadt Rostock muss sich diesem Teil ihrer Geschichte stellen.

Dies ist der Anlass für die Arbeitsstelle Politische Bildung an der Universität Rostock eine Vorlesungsreihe in Kooperation mit parteinahen Stiftungen des Landes zu initiieren.

Die Reihe beginnt am 11. Mai mit dem Vortrag von Heike Kleffner, Journalistin und Mitarbeiterin der Fraktion die Linke im Bundestag zum Thema "Generation Lichtenhagen". Sie stellt sich die Frage, welche Rolle die rechtsextremen Gewaltexzesse der 90er Jahre für die Sozialisation rechtsextremer Akteure spielten und ob Verbindungslinien von Lichtenhagen bis zum NSU gezogen werden können.

Fortgesetzt wird die Reihe am 1. Juni mit einem Vortrag von dem bekannten Vorurteilsforscher Prof. Dr. Wolfgang Benz zum Thema "Sinti und Roma. Die unerwünschte Minderheit" und schließt am 6. Juli mit einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Wie kann Integration in der Kommune gelingen."

Der Einstritt ist frei.

Kontakt:

Veranstaltungsort

  • Ulmenstraße 69, Haus 1, HS 323

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