Lehrstuhl für Empirische Sozialforschung und Demographie

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Kann intensive körperliche Aktivität im Alter negative langfristige Effekte von Erkrankungen in der Kindheit kompensieren?

Maximilian Frentz hat beim Forschungscamp 2020 am 19.11.2020 seine Forschung vorgestellt. Weitere Informationen zur Forschung in den News unten.

 

 

Maximilian Frentz hat beim Forschungscamp 2020 seine Forschung vorgestellt

Maximilian Frentz hat beim Forschungscamp 2020 seine Forschung vorgestellt

Kann intensive körperliche Aktivität im Alter negative langfristige Effekte von Erkrankungen in der Kindheit kompensieren?

Hintergrund: Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte zeigen wiederholt, dass sich frühe Lebensumstände auf die Gesundheit im Alter auswirken können. Die vorliegende Studie untersucht (1) inwieweit Erkrankungen in der Kindheit die physische Gesundheit im Alter beeinflussen und (2) ob negative Langzeitfolgen durch körperliche Aktivität im Alter kompensiert werden können.
Methoden: Die Analysen basieren auf dem Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE), wobei 7.833 Personen im Alter 65+ mit mindestens drei Gesundheitsmessungen über die Wellen 2-7 (2006-2017) betrachtet werden (24.416 Beobachtungen). Die Verschlechterung der physischen Gesundheit (gemessen als Instrumental Activities of Daily Living [IADLs]) wird in Panelanalysen mit retrospektiv erhobenen Informationen zu Kindheitserkrankungen sowie Informationen zu intensiver körperlicher Aktivität im Alter und soziodemografischen Merkmalen in Verbindung gebracht.
Ergebnisse: Infektionserkrankungen in der Kindheit gingen mit einem signifikant niedrigeren Risiko für eine IADL-Verschlechterung im Alter einher, chronische und neurologische Erkrankungen mit signifikant erhöhtem Risiko. Keine signifikanten Effekte hatten respiratorische Erkrankungen, Hör-, Seh-, oder Sprachprobleme und andere Kindheitserkrankungen. Intensive körperliche Aktivität im Alter war signifikant protektiv gegenüber einer IADL-Verschlechterung, dies aber nur teilweise in Hinblick auf die negativen Langzeitfolgen neurologischer Erkrankungen in der Kindheit. Sowohl Höhergebildete als auch Verheiratete hatten signifikant niedrigere Risiken einer IADL-Verschlechterung, es fanden sich jedoch keine Mediationseffekte in Bezug auf Kindheitserkrankungen.
Schlussfolgerung: Intensive körperliche Aktivität im Alter hat günstige Effekte auf die Gesundheit, kann aber nicht negative Langzeitfolgen schlechter Gesundheit in der Kindheit kompensieren.

Ausschreibung für eine Bachelor- oder Masterarbeit zum Thema "Kataraktbedingte Erblindung bei Kindern in der Demokratischen Republik Kongo"

Ausschreibung für eine Bachelor- oder Masterarbeit zum Thema "Kataraktbedingte Erblindung bei Kindern in der Demokratischen Republik Kongo"

Der Lehrstuhl für Empirische Sozialforschung und Demographie bietet Studierenden die Möglichkeit ihre Bachelor- oder Masterarbeit im Rahmen eines Projekts zum Thema "Kataraktbedingte Erblindung bei Kindern in der Demokratischen Republik Kongo" zu schreiben. Ansprechpartnerinnen sind Prof. Doblhammer und Sophia Nestler.

Nähere Informationen zur Projektausschreibung finden Sie hier.

Der Lehrstuhl für Empirische Sozialforschung und Demographie ist jetzt auch auf Twitter

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Demenzen gehören zu den teuersten Erkrankungen

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Prof. Gabriele Doblhammer im Interview mit der FAZ Sep. 2019

Im aktuellen Verlagsspezial der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschien ein Interview mit Gabriele Doblhammer über die Entwicklungen
der Gedächtnisdemenzen und ihre Herausforderungen für die Gesellschaft und die Versorgung.

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A Demographic Perspective on Gender, Family and Health in Europe (Gabriele Doblhammer, Jordi Gumà)

Publikation: A Demographic Perspective on Gender, Family and Health in Europe (Gabriele Doblhammer, Jordi Gumà)

 

Das erschienene Open-Access-Buch untersucht das Dreieck zwischen Familie, Geschlecht und Gesundheit in Europa aus demographischer Perspektive. Es hilft dabei, Muster und Trends in jeder der drei Komponenten sowie deren Abhängigkeiten voneinander zu verstehen. Das Buch vergleicht zwölf europäische Länder, sowie länderspezifische Studien, die in Österreich, Deutschland, Italien und Schweden durchgeführt wurden.

Zum Download über den Springer Verlag, bitte auf das Cover klicken ⇒

2018-03-11 - Artikel in der FAZ_ Alzheimer muss nicht sein

2018-03-11 - Artikel in der FAZ_ Alzheimer muss nicht sein

Im März veröffentlichte die FAZ einen Artikel über Demenzerkrankung und die steigende Zahl der Neuerkrankungen. Prof. Doblhammer gibt einen Ausblick über die Entwicklung in den nächsten Jahren.

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2018-01-12 - Übergabe Promotionsurkunden

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von links: Prof. Martin Benkenstein, Dr. Anne Fink, Dr. Thomas Fritze, Dr. Daniel Kreft, Dr. Susanne Wagenmann, Rektor Prof. Wolfgang Schareck

Am 12.01.2018 war es soweit, im Rahmen der feierlichen Übergabe in der Universitätskirche überreichten Prof. Wolfgang Schareck und Prof. Martin Benkenstein die wohlverdienten Promotionsurkunden an unsere Kollegen Dr. Anne Fink, Dr. Thomas Fritze und Dr. Daniel Kreft. Wir gratulieren ganz herzlich


Forschungsschwerpunkte

Unser Lehrstuhl beschäftigt sich mit den Ursachen und Konsequenzen des Demografischen Wandels im Bereich Gesundheit und Langlebigkeit.

Spezielle Schwerpunkte liegen auf:

Die Forschung erfolgt in enger Kooperation mit:

Studienschwerpunkte

Der Lehrstuhl verantwortet die Ausbildung von Bachelor- und Master-Studierenden in den Methoden der empirischen Sozialforschung und bietet Veranstaltungen zum Schwerpunkt Demografischer Wandel an.