Forschung

Laufende Forschung

Abwesende Väter? Zur Dynamik von Vaterschaft und Partnerschaft nach Trennung und Scheidung.

Dieses Projekt, das gemeinsam mit Prof. Michaela Kreyenfeld (MPIDR, Hertie School of Governance), Dr. Katja Köppen sowie Dr. Esther Geisler durchgeführt wird, zielt auf eine umfassende Analyse der Lebenssituation von Vätern, die nicht mit ihren leiblichen Kindern zusammenleben. Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und startet im April 2015. Die Laufzeit beträgt 2 Jahre.

Gegenstandsbereich dieses Projektes sind Trennungsväter, d.h. Männer, die von den Müttern ihrer gemeinsamen Kinder getrennt sind. Ziele sind a) die quantitative Bedeutung von Trennungsvätern im Quer- und Längsschnitt zu erfassen, b) die Partnerschafts- und Fertilitätsdynamik von Trennungsvätern abzubilden, c) den Einfluss der Partnerschafts- und Fertilitätsdynamik sowie der Ausgestaltung der elterlichen Sorge auf die Vater-Kind-Beziehung zu eruieren und d) das väterliche Wohlbefinden in Abhängigkeit von dem Vater-Kind-Kontakt zu analysieren. Als Datenbasis für dieses Projekt dienen vor allem das Beziehungs- und Familienpanel (pairfam) sowie die ostdeutsche Ergänzungsstichprobe DemoDiff, darüber hinaus aber auch der Mikrozensus, das Soziooekonomische Panel und die Studie „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A). Motivation für dieses Forschungsvorhaben ist – neben der sozialpolitischen Relevanz des Themas – die Tatsache, dass für diesen Forschungsgegenstand bislang keine umfassenden quantitativen Studien für Deutschland vorliegen, während dieser im englischen Sprachraum umfassend analysiert wurde. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher rechtlicher und wohlfahrtsstaatlicher Rahmenbedingungen zielen wir mit unserem Projekt darauf ab, diese Forschungslücke zu schließen.

Arbeitsgruppe: Gender-Forschung

Mitarbeit in der Arbeitsgruppe "Gender-Forschung" der Universität Rostock bei der Organisation von interdisziplinären Kolloquien und Herausgabe von Tagungsbänden. Bisherige Veröffentlichungen:

Family Diversity across the Life Course.

Dieses Projekt nutzt Längsschnittdaten um Familienentwicklung und Partnerschaftsdynamik im Lebenslauf zu analysieren.

Abgeschlossene Forschung

Absolventenstudie des Instituts für Soziologie und Demographie.

2009 - 2010: Hier handelt es sich um ein Lehrforschungsprojekt, das im Rahmen eines Forschungspraktikums gemeinsam mit Studierenden der Bachelorstudiengänge Soziologie und Sozialwissenschaften am Institut für Soziologie und Demographie der Universität Rostock durchgeführt wurde.

Die Geburt von Kindern in Bildungsphasen.

2007 - 2008: Hier handelt es sich um ein Lehrforschungsprojekt, das im Rahmen eines Forschungspraktikums gemeinsam mit Studierenden der Bachelorstudiengänge Soziologie und Sozialwissenschaften am Institut für Soziologie und Demographie der Universität Rostock durchgeführt wurde.

Economic Relations Between Women and Their Partners.

2005 - 2007: In diesem Kooperationsprojekt mit Prof. Annemette Sørensen - ehemals Stanford University, USA, heute pensioniert - ging es darum zu untersuchen, wie sich die ökonomische Position von Frauen und Männern im Verlauf einer Partnerschaft verändert und herauszufinden, welche sozialstrukturellen und sonstigen Faktoren für diese Veränderungen ausschlaggebend sind.

Veröffentlichungen:

  • Trappe, Heike and Annemette Sørensen (2005), Economic Relations between Women and Their Partners: An East-West-German Comparison after Reunification, in: DIW Discussion Papers 544, Berlin: German Institute for Economic Research.
  • Trappe, Heike and Annemette Sørensen (2006), Economic Relations between Women and Their Partners: An East and West German Comparison after Reunification, in: Feminist Economics 12(4), pp. 643-665.
  • Trappe, Heike (2009), Der partnerschaftliche Kontext und die Reproduktion von Geschlechterungleichheit, in: H. Ehlers, H. Kahlert u.a. (Hrsg.), Geschlechterdifferenz – und kein Ende? Sozial- und geisteswissenschaftliche Beiträge zur Geschlechterforschung, Berlin: LIT Verlag, S. 231-250.
Familie und Partnerschaft in Ost- und Westdeutschland.

2012: Mitherausgabe des  Sonderheft 9 der Zeitschrift der Familienforschung "Familie und Partnerschaft in Ost- und Westdeutschland: Ähnlich und doch immer noch anders."

Gender Equality in Relationship Transitions.

2008 - 2013: In diesem international vergleichenden Projekt - unter Leitung von Prof. Lynn Prince Cooke, University of Bath, UK - werden die Auswirkungen der Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit innerhalb von Partnerschaften auf das Trennungs- bzw. Scheidungsrisiko untersucht. Beteiligt daran sind Sozialwissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus 11 Ländern. Das Projekt wird durch den Leverhulme Trust gefördert (International Network Grant F/00236/AA).

Veröffentlichungen:

  • Schmitt, Christian und Heike Trappe (2010), Die Bedeutung von Geschlechterarrangements für Partnerschaftsdauer und Ehestabilität in Ost- und Westdeutschland, in: P. Krause, I. Ostner (Hrsg.), Leben in Ost- und Westdeutschland: Eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010, Frankfurt/New York, Campus Verlag, S. 227-243.
  • Cooke, Lynn Prince, Jani Erola, Marie Evertsson, Michael Gähler, Juho Härkönen, Belinda Hewitt, Marika Jalovaara, Man-Yee Kan, Torkild Hovde Lyngstad, Letizia Mencarini, Jean-Francois Mignot, Dimitri Mortelmans, Anne-Rigt Poortman, Christian Schmitt and Heike Trappe (2013), "Labor and Love: Wives' Employment and Divorce Risk in its Socio-Political Context." Social Politics: International Studies in Gender, State & Society.
Gender Relations in Central and Eastern Europe - Change or Continuity.

2010: Die Ausgabe der Zeitschrift für Familienforschung zu diesem Schwerpunktthema wurde gemeinsam von Christian Schmitt und Heike Trappe herausgegeben (Heft 3/2010).

Gendering bei Elternaufgaben.

2007 - 2008: Im Rahmen dieses Projekts wurde auf Basis des Generations and Gender Survey eine Expertise für das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung erstellt.  In Vorbereitung des Projekts fand im November 2007 an der Universität Rostock ein Workshop zum Thema "Haus- und Elternarbeit in Paarbeziehungen" statt.

Projektleiter:

  • Prof. Dr. Heike Trappe

Projektmitarbeiter

  • Dipl.-Demogr. Annelene Wengler
  • Dipl.-Soziol. Christian Schmitt

Studentische Hilfskraft:

  • Anne-Kristin Kuhnt

Laufzeit:

  • 2007/2008

Kooperationspartner:

  • Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)

Projektbeschreibung:

Das Projekt "Gendering bei Elternaufgaben" hat zur Aufgabe die Veränderungen geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung im Haushalt genauer zu beleuchten. Dabei interessieren vor allem:

  1. Zeitliche Veränderungen seit der Nachkriegszeit, über verschiedene Geburtskohorten hinweg.
  2. Veränderungen im Lebenslauf.
  3. In welchem Ausmaß ein Wandel der Aufgabenteilung der Hausarbeit, in welchen Bereichen dieser stattgefunden hat.
  4. Wer im Haushalt und bei der Kindererziehung und -versorgung welche Aufgaben übernimmt.

Der zu Grunde liegende "Generation and Gender Survey" (GGS) bietet für diese Fragestellungen eine solide Basis, da relevante Angaben zur Aufgabenteilung im Haushalt für die Befragten und ihre jeweiligen Partnerinnen/Partner erhoben wurden. Für den GGS wurde im Jahr 2005 eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe von Frauen und Männern zwischen 18 und 79 Jahren befragt. Dabei wurde neben Fragen zur Fertilität und Generationenbeziehungen auch Fragen zur häuslichen Arbeitsteilung und zur Zufriedenheit mit der Aufgabenteilung und Partnerschaft gestellt.

Marriage and Cohabitation in western Germany and France.

2011: "Marriage and Cohabitation in western Germany and France." Dieses Projekt ist die von Katja Köppen an der Universität Rostock abgeschlossene Dissertationsschrift.

The Effects of Labour Market Participation on Fertility Decisions.

2009: "The Effects of Labour Market Participation on Fertility Decisions: Gender Differences in Cross-National Perspective." Bei diesem Projekt handelt es sich um die von Christian Schmitt an der Universität Bielefeld verfasste Dissertationsschrift.

Väter mit Elterngeldbezug.

2010 - 2013: Väter mit Elterngeldbezug: Dieses Projekt widmet sich dem Elterngeldbezug von Vätern im Paarkontext. Zum einen wird nach den Bestimmungsgründen des Elterngeldbezugs durch Väter gefragt. Zum anderen wird auf Basis der Elterngelddaten aus drei ausgewählten Bundesländern (Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein) der Frage nachgegangen, wodurch sich der partnerschaftliche Kontext der Väter in Bezug auf die Dauer des Elterngeldbezugs unterscheidet.

Veröffentlichungen:

  • Trappe, Heike (2013), Väter mit Elterngeldbezug: Nichts als ökonomisches Kalkül?, in: Zeitschrift für Soziologie 42(1): 28-51.
  • Trappe, Heike (2013), Väterzeit – das Elterngeld als Beschleuniger von Gleichstellung?, in: Zeitschrift für Familienforschung/Journal of Family Research 25(2): 238-264.
  • Trappe, Heike (2013), Väter mit Elterngeldbezug: zur Relevanz sozialstruktureller und ökonomischer Charakteristika im Partnerschaftskontext, in: Gender Sonderheft 2: 165-191.
  • Trappe, Heike (2013), Alles nur Berechnung? Wenn Väter in Elternzeit gehen, stecken dahinter oft auch materielle Überlegungen, in: Demografische Forschung aus erster Hand 10(3), S. 3.