Lisa Waschkewitsch, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Ich bin vom 01.06.2021 bis zum 01.03.2022 nicht an der Universität Rostock beschäftigt und nur partiell per E-Mail erreichbar. Für dringende Anfragen, insbesondere in Bezug auf meine Forschung zu Schwangerschaftsverlusten, wenden Sie sich bitte an Manuela Martens. Sie wird die Anfragen direkt an mich persönlich weiterleiten.

I am not employed at the University of Rostock from June 1st, 2021 to March 1st, 2022 and can only be partially reached by email. For urgent inquiries, especially regarding my research on pregnancy loss, please contact Manuela Martens. She will forward the inquiries directly to me personally.

  • Institut für Soziologie und Demographie
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
  • Ulmenstraße 69 / Haus 1 / Raum 040
  • D-18057 Rostock
Werdegang
  • seit 03/2020
    • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Demographie, Universität Rostock
  • 09/2019 - 02/2020
    • Promotionsstipendiatin der Landesgraduiertenförderung Mecklenburg-Vorpommern mit der Arbeit zu „Schwangerschaft mit Verlust - Soziologische Perspektiven auf Fehl-, Totgeburt und Neugeborenentod.“, betreut von Prof. Dr. Heike Trappe, Universität Rostock und Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 2018
    • Elternzeit
  • 2014 - 2019
    • Pädagogische Mitarbeiterin und Bildungsreferentin im Bereich der politischen Bildungsarbeit und aufsuchenden Jugendarbeit, Soziale Bildung e.V., Rostock
  • 10/2013 - 09/2015
    • M.A. Soziologie, Universität Rostock
    • Masterthesis: "Der gescheiterte Raum? Zur Wirkung des Bundesprogramms 'Die Soziale Stadt' mittels eines empirischen Beispiels.", betreut von Prof. Dr. Matthias Junge und Dr. Anja Schwertfeger, Universität Rostock
  • 10/2009 - 09/2012
    • B.A. Soziologie und Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Universität Hamburg
    • Bachelorthesis: „Fußball-Chaoten!? Soziologische Analyse der Gewalt in der deutschen Ultra-Fankultur.“, betreut von Prof. Dr. Sebastian Scheerer und Dr. Nils Zurawski, Universität Hamburg
Forschung zu "Schwangerschaft mit Verlust"

Für meine Forschung suche ich Gesprächspartnerinnen, die mir ihre Geschichte erzählen und von ihren Erfahrungen mit ihrem Schwangerschaftsverlust berichten. Hierfür suche ich speziell Frauen, die eine Totgeburt ab der 30. Schwangerschaftswoche oder den Tod des Neugeborenen unter oder nach der Geburt erlebt haben.

Die Gespräche werden vertraulich behandelt und im Zuge meiner weiteren Forschungsarbeit anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse mehr dazu möglich sind, mit wem ich gesprochen habe. Ein Gespräch umfasst die Dauer von etwa einer bis zwei Stunden. Es ist möglich, dass unser Gespräch in den Räumlichkeiten der Universität stattfindet oder aber an einer von der Gesprächspartnerin selbst gewähltem Ort, wie etwa das eigene zu Hause. Auf Grund der geltenden Beschränkungen durch die Covid19-Pandemie ist es ebenso möglich, ein Gespräch digital in Form eines Videotelefonats (z.B. per Zoom) zu führen. Für jeden Kontakt und jede Vermittlung bin ich sehr dankbar! Nutzen Sie gerne die Mailadresse oder Telefonnummer, um mit mir in Kontakt zu treten.

 

Im Rahmen meiner Promotion untersuche ich die Erfahrungen von Frauen mit Fehl-, Totgeburt und Neugeborenentod - von mir zusammenfassend als Schwangerschaftsverlust bezeichnet. Schwangerschaften gelten im gesellschaftlichen Diskurs als besondere und natürlich(st)e Umbruchphase im Leben von Frauen. Ausgangspunkt der Forschung bildet die Annahme von Schwangerschaften als körperlich-leiblich vermittelten Statuspassagen innerhalb weiblicher Biographien: Schwangerschaften stellen eine Übergangsphase dar, in der sich Frauen ihr Schwanger-Sein mittels Körperwissen und Leiberleben konkretisieren und sich die Rolle des Mutter-Werdens bereits in der Schwangerschaft einverleiben. Ein glückloser Ausgang einer Schwangerschaft – durch Fehl- und Totgeburt oder Tod des Neugeborenen während oder unmittelbar nach der Geburt – ist ein gesellschaftlich, wie auch wissenschaftlich, häufig nicht-thematisiertes Szenario. Das Dissertationsprojekt setzt an dieser Leerstelle an und fragt, welchen Umgang die betroffenen Frauen mit dem (vorzeitigen) Ende von Schwangerschaft, Kinderwunsch und Mutterschaft finden. Es umspannt einen Fragenkomplex zu den Handlungsstrategien, Umdeutungen des eigenen (Frauen- und Mutter-)Rollenverständnisses und Neuausrichtungen der Lebensführung, die betroffene Frauen nach einem Schwangerschaftsverlust auszuhandeln gezwungen sind.

Die Dissertation wird betreut von Prof. Dr. Heike Trappe, Universität Rostock und Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky, Ludwig-Maximilians-Universität München.

Forschungsschwerpunkte
  • Gender Studies
  • Soziologie des Körpers
  • Schwangerschaft und Schwangerschaftsverlust
  • Gewalt, Soziale Kontrolle & Surveillance
Publikationen
  • Waschkewitsch, Lisa (2020): Geburt zwischen Leben und Tod. In: Blättel-Mink, Birgit (Hrsg.): Gesellschaft unter Spannung. Verhandlungen des 40. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 2020 
Vorträge
  • Geburt zwischen Leben und Tod. Beitrag zur Ad-hoc Gruppe "Gebären und Geburt unter Spannung" im Rahmen des 40. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, 2020. Veröffentlichung im dazugehörigen Sammelband.
Mitgliedschaften
  • Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
  • Rostocker Institut für Sozialforschung und gesellschaftliche Praxis e.V. (Gründungsmitglied)